Paraguay 2018


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Cecilia wird 15 Jahre alt und das wird entsprechend gefeiert

Boeing 747 der Lufthansa nachts am Flughafen Frankfurt
Lufthansa Boeing 747
Samstag, 8.12. Dieses mal geht es mit einer Boeing 747 der Lufthansa über das große Wasser.
Die Anreise nach Paraguay ist schon immer eine recht langwierige Sache. Von Haustüre zu Haustüre ist man so zwischen 27 und 34 Stunden unterwegs. Jede Zwischenlandung verlängert die Reise und das Nadelöhr ist immer das letzte Stück von São Paulo bis Asunción. Auf dem Flughafen São Paulo bin ich Aufenthalte von 3 bis 19 Stunden gewohnt, bevor es endlich weitergeht.
Um so erfreulicher fanden wir das Angebot der Lufthansa, für 1.450 Euro pro Person innerhalb von 16 Stunden von Frankfurt nach Asunción zu kommen mit nur einem einzigen 2stündigen Zwischenaufenthalt.
Und das mit der alten Dame Lufthansa, deren Name doch einen sehr guten Ruf genießt.
In Paraguay angekommen muss ich resümieren: die Reisezeit wurde eingehalten und weder an Personal noch am Service gibt irgendetwas zu bemängeln - ABER sehr wohl am Komfort meines Sitzplatzes.
Nur einmal in 24 Jahren hat mich IBERIA noch unbequemer über den Atlantik transportiert.
Der Lufthansaflug verursacht auch 3 5 Tage nach der Landung noch Beschwerden beim Sitzen, wegen angeschwollener Füße passen mir meine Schuhe am 26. Dezember immer noch nur barfuß und die Platznummer 32F wird mir lange im Gedächtnis bleiben. Das hatte ich anders erwartet und ich bin echt enttäuscht.
Sonntag, 9.12. Wir landen pünktlich, kein Gepäck wird kontrolliert und die Paßabfertigung ist unbürokratischer als sonst und in 2 Minuten erledigt. Zuhause angekommen begrüßen wir die Familie erstmal herzlich und verteilen unsere Mitbringsel, welche mehr als die Hälfte unseres Gepäcks ausmachen.
Für den "Gringo" (so nennen sie mich hier manchmal liebevoll, wenn sie glauben unbemerkt zu sein) hat man die Bierreserven von Null auf 2 Flaschen erhöht (hier sind übrigens fast ausnahmslos 1 Liter-Flachen gebräuchlich). Ab 8 Uhr abends sind wir ziemlich kaputt und um 22 Uhr geht´s ins Bett. Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt minus 4 Stunden, die Temperatur tagsüber 34 37 Grad und nachts 29 31 Grad.
Montag, 10.12. Mein erster Weg führt mich heute, natürlich, in eine Ferreteria (Eisenwaren- und Elektrogeschäft), weil zu Hause ein paar Steckdosen, Schalter und Leuchten ersetzt werden müssen. Danach kaufe ich mir Schuhe.
Während des heißen Mittags erfrische ich mich mit 2 Fläschlein Bier und vermeide allzuviel Bewegung. Am Abend kühle ich mich mit dem inzwischen 11-jährigen Großneffen Matias etwas in Julias Pool ab. Das ist die Cousine, deren Villa ein blaues Dach hat, welches durch viel Sonne und Regen jedoch mittlerweile die Farbe fast ganz verloren hat.
Dienstag, 11.12. Ich habe Matias eine kleine Drohne mitgebracht. Da jedoch noch kein Weihnachten ist und er sich mit derart Spielzeug auch garnicht auskennt, übt er das Fliegen (noch meiner) Drohne unter meiner Aufsicht. Fü Weihnachten oder wenn er mich überzeugt hat, damit verantwortungsvoll umzugehen, wird sie sein Geschenk sein. Hoffnung auf ein langes Leben des Flugmodells mache ich mir jedoch keine.
Die Lederschneiderei bekommt ein neues Schnittmuster für XT500-Sitzbankbezüge und einen kleineren Fertigungsauftrag von mir. Mal sehen ob die fertigen Stücke in Deutschland angenommen werden, die Schneiderin würde sich jedenfalls über weitere Arbeit freuen.
Die satellitengesteuerte Uhr, die ich vor 12 Jahren herbrachte ist defekt. Es ist eine Kleinigkeit aber mit den Mitteln hier für mich nicht zu reparieren. Das mache ich in Ruhe im Januar und zusammen mit einem ordentlichen Ersatzteilpaket kommt sie dann im April kommenden Jahres wieder hierher.
Ich schreib das hier heute alles und versuche es gleich mal via Mobilfunknetz hochzuladen.
Wunder der Technik.
Stefan steht in Badehose im Regen und verschafft sich auf diese Weise etwas Abkühlung
Eine herrliche Erfrischung
Mittwoch, 12.12. Ich genieße es, mir im Oberbekleidungsgeschäft Hemden und Hosen in die Umkleide bringen zu lassen. Am kommenden Samstag ist Cecilias Geburtstagsfeier und da muß ich mindestens in Hemd und gescheiter Hose erscheinen. Besonders eilig habe ich es indes nicht, mich für ein Arrangement zu entscheiden, sind doch hier in der Mall alle Läden klimatisiert.
Ich finde ich sehe in den Klamotten aus wie ein Kartoffelsack und meine Frau versteht es echt mich aufzubauen: "Mach dir keine Sorgen, dein Eindruck trügt überhaupt nicht." Als ich die Türe des Gebäudes Richtung Parkplatz öffne habe ich das Gefühl die Türe eines Backofens zu öffnen und mich in denselben hinein zu begeben. Während des 15minütigen Nachhauseweges spüre ich allerdings, wie es jede Minute rund 1 Grad kühler wird und sich der Himmel in gleichem Maße verdunkelt. Da wird in wenigen Minuten ein schönes Gewitter runterkommen und ich freue mich jetzt schon auf einen Spaziergang in der Badehose auf der Straße vor dem Haus.
"Nein, Stefan, du gehst so nicht auf die Straße, ich möchte nicht daß die Nachbarn dich sehen und sich die Mäuler zerreißen!"
Frisch im Garten geduscht geht es dann noch zu einer Messe in die Kirche um am Abend dann bei einem langen Stromausfall unsere Bierchen bei Kerzenlicht zu uns zu nehmen. Stromausfall ist hier im Sommer öfter möglich, da das Stromnetz schlecht ausgebaut ist und gerade jetzt eine große Anzahl von Klimageräten gleichzeitig läuft.

Orangen und Ananas und im Hintergrund begutachtet Mercedes das Obst
in der Obstabteilung
Donnerstag, 13.12. Seit einigen Tagen schon ist die Küche für heute Vormitag reserviert: Kartoffelsalat mit Frikadellen werden heute durch meine flinken Hände zubereitet. Es ist zwar ein bißchen warm hier direkt neben dem Gasherd aber ein eilig herbeigeholter Ventilator macht die Sache letztendlich erträglich.
"Stefan, die Tochter meines Bruders hat ein Planschbecken, welches schon länger nicht mehr genutzt wird. Das könnte sie herbringen."
"Wunderbar, ist abgemacht."
Der kleine Matias hat die Idee aus einer Kunststoffflasche einen Brausekopf zu bauen und an die Brunnenpumpe anzuschließn. Gemeinsam bauen wir die Anlage auf und so lässt sich noch besser als 2009 die größte Tageshitze überstehen.
"Stefan, seit du am Montag an der Elektroinstallation des Hauses warst, gehen 4 Lampen nicht mehr an."
Schluck, was habe ich denn da hingebastelt?
Ich habe mir doch Mühe gegeben!
Die Sache entbehrt allerdings nicht einer gewissen Herausforderung: grüne Leitung war wohl seinerzeit im Sonderangebot und ist hier vorwiegend in die Leerrohre eingezogen. Nach einigem hin und her stellt sich dann zu meiner Entlastung heraus, dass hier garnicht jedem Bewohner bekannt ist welches Licht wo betätigt wird und dass lediglich ein einziges Licht nicht geht. Morgen bei Tageslicht werde ich mir das mal ansehen, vermutlich hat das garnichts mit meiner Arbeit zu tun und die Lampe war schon vorher defekt.
Am Abend verifiziere ich nochmal die Preisliste: 1 Liter Flaschenbier.

Straßenzug mit geparkten Autos in der Nähe von zu Hause
auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause
Freitag,14.12. Es sind genau 3 Lampen, die nicht mehr gehen. 2 der Leuchtstoffröhren im Garten hatte ich neulich gereinigt und wieder eingesetzt. Danach hatten sie schlechten Kontakt in den Fassungen, die gleichzeitig als Lebensraum für verschiedenste Kleinlebewesen dienen. Nach kurzem Hin- und Herdrehen funktionieren sie wieder.
Die dritte Leuchtstoffröhre an der Hauswand raubt mir jedoch die Nerven: bei Tageslicht erkenne ich nicht ob der Phasenprüfer leuchtet oder nicht. Niemand kennt die Wege der Leerrohre oder Position der Abzweigdosen. Die Kabelfarben helfen auch kaum weiter. Weiterhin sind meine Messmittel hier begrenzt. Die Sicherungsautomaten kann ich nicht gegen versehentliches Einschalten sichern, ich müsste eine Person meines Vertrauens dort als Wache abstellen.
Ich möchte den Rückflug ja möglichst lebend antreten. Nun ja, mir bleiben noch 2 Wochen das Problem zu lösen, welches nach jetzigem Kenntnisstand aber nichts mit den neu installierten Steckdosen zu tun hat.
Die meiste Zeit sind wir heute jedoch bei Cousine Julia und richten den Platz für die morgige Geburtstagsfeier her.
Irgendwann dazwischen hole ich noch schnell die fertigen Sitzbankbezüge ab.

Cecilia und ihre Schulkameraden posieren an der Geburtstagstorte
Cecilia fühlt sich inmitten ihrer Schulfreundinnen wohl
Samstag, 15.12. Bis wenige Minuten vor Beginn der Feier arbeiten wir fieberhaft an der Dekoration.
Anschließend gibt es reichlich zu Essen und zu Trinken.
In einer Ecke von Julias großem Innenhof steht ein VW-Bus der zu einer Imbissbude umgebaut ist. Er hat zwar noch den Motor eingebaut, aber keine Nummernschilder mehr montiert. Auch die vorne installierte Deichsel lässt darauf schließen, dass dieses Fahrzeug nicht aus eigener Kraft hierher gefahren ist. 2 Mitarbeiter servieren aus dem aufgeklappten Dach heraus Hamburger mit Pommes Frites.
Der aus Deutschland mitgebrachte Schokoladenbrunnen ist für einige der jungen Leute unbekanntes Terrain was man an den weiträumig verteilten Schokoladenflecken auf dem Boden erkennen kann.
Cecilia und Stefan Tanzen Walzer
Cecilia und der Autor tanzen Walzer
Angesichts der Temperaturen entfällt für mich die Pflicht zum Tragen von Krawatte und Jacke.
Nach viel Musik, Tanz und Feuerwerk ist der lange Tag gegen 4 Uhr morgens vorbei.

Matias spielt mit einer kleinen Drohne im Garten
Matias mit seinem Flugmodell
Sonntag, 16.12 Morgens finden wir uns wieder bei Julia ein um abwechselnd die Reste von gestern zu essen und zu trinken, aufzuräumen und im Pool zu entspannen.
Da mir niemand das vorher gesagt hat, habe ich weder Kamera noch Badehose dabei.
Um 20 Uhr sind wir wieder zu Hause, wo man uns für 22 Uhr in ein Brasilianisches Restaurant einlädt. Aber ich bin für heute echt erledigt, wir holen das später bestimmt nach.
Montag, 17.12. Heute ist der gefühlt bislang heißeste Tag. Mangels Thermometer kann ich jedoch keine genaue Angabe machen. Es ist jedenfalls so warm, dass auch unsere Gastgeber einigermaßen aufgeregt nach der Fernbedienung für die Klimaanlage suchen.
Vergeblich.
Ohne diese lässt sich der Apparat leider nicht in Betrieb setzen.
Gegen Mittag erreicht der Stromverbrauch in Paraguay ein Allzeithoch. Um 21 Uhr wird schon ein neuer Rekord vermeldet: das Land bezieht jetzt 3.000 MW vorwiegend aus dem gemeinsam mit Brasilien betriebenen Wasserkraftwerk Itaipú, 300 km östlich von hier.
Um 22 Uhr kann der Nachbar mit einer passenden Fernbedienung aushelfen und ich kann seit heute wieder schmerzfrei sitzen.
Dienstag, 18.12. Nachträge/Aktualisierungen in den Blog eingefügt und mal sehen was der heutige Tag noch so bringt.
Es ist jetzt 14:35 Uhr (18:35 Uhr in Deutschland) und es taucht aus den Tiefen des Regals eine Flasche Pernod auf, die ich irgendwann mal mitgebracht hatte.
Der Rechner bleibt den restlichen Tag ausgeschaltet.
Nach dem ersten Gläschen wird die Flasche vor mir in Sicherheit gebracht.

ein VW-Käfer mit daneben liegendem Motor und Getriebe
Käfer sind auch hier mittlerweile selten
Mittwoch, 19.12. Heute nehme ich mir die Hausverkabelung vor, um die Lampe am Dachgiebel wieder in Gang zu bringen.
Der Weg der betreffenden Leitung durch die Leerrohre ist bald geklärt, allein fehlen mir zum Durchmessen die einfachsten Hilfsmittel. Hier ist Phantasie gefragt. Heute Abend geht es weiter, im Moment ist es zu heiß.
Jetzt müsste man sich etwas in der Hängematte entspannen. Kaum habe ich das ausgesprochen bringt mir Schwiegervater betreffendes Teil mit dem charmanten Hinweis, dass ich mir etwas festeres Seil beschaffen und die Ankerpunkte mit Bedacht auswählen solle.
Doch dazu kommt es nicht mehr.
"Stefan kommst du mit zu Carmens Haus? Da gibt es Klimaanlage und Internet. Das Taxi ist schon bestellt."
In der Hoffnung auf baldigen Regen und dem Wissen dass es dort am Stadtrand kaum Nachbarn gibt, die sich über meinen "Regentanz" auf der Straße die Mäuler zerreißen könnten, packe ich die Badehose ein und los gehts. Die 2 Damen nehmen hinten im Wagen platz und der Taxifahrer bittet mich vorne Platz zu nehmen. Ich erwähne, dass die Beifahrertüre sich nur mit Gewalt öffnen ließe. Der Wagen sieht eigentlich recht gepflegt und neu aus. Lediglich der vordere rechte Kotflügel ist eingedrückt, was aber zum Blockieren der Türe führt.
"Ich steige durch das Fenster ein, keine Sorge."
"Nein warten Sie, ich öffne Ihnen umgehend." Der Fahrer holt ein Brecheisen aus dem Kofferraum und öffnet mir die Türe. Jetzt ist auch die vormals intakte Beifahrertüre ein Fall für die Werkstatt. Ich verstehe solch kurzsichtiges Handeln überhaupt nicht. Das ist hier aber leider überall zu sehen. Den Nachmittag verbringe ich entspannt auf dem Sofa, es regnet leider nicht.
Abends stehen wir an einer "Bushaltestelle" und sehen den volleyballspieldenen Jugendlichen des Viertels zu:
"Der Bus kommt gleich."
"Ja der Bus kommt jede Sekunde."
"Sicher doch, die Linie 11 wird bis 19:40 Uhr bedient."
Um 20 Uhr kommt zufällig Fernando von der Arbeit hier lang und bringt uns nach Hause.
Der Tag endet für mich mit den Spätnachrichten im Fernsehen: 2 Hitzetote in Paraguay.

verschiedene Leitungsschutzschalter auf einer Holzplatte mit Verkabelung
Hausanschlusskasten
Donnerstag, 20.12. Heute werde ich die Außenleuchte in Betrieb nehmen!
Es ist mir egal, wie lange das dauert oder wie heiß es wird!
Eine einfache elektrische Leuchte wird mich jedenfalls nicht in meine Grenzen weisen!
Aus mehreren Resten Wäscheleine baue ich ein Zugseil, welches ich beim Ausziehen der verdächtigen Leitung in die Leerrohre einziehe. Das nun freiliegende Leitungsstück teste ich mit einem Phasenprüfer: der leuchtet auf. Also hat die Leitung Durchgang. Das genügt mir aber nicht, ich schliesse eine Lampe an: sie brennt. Also ist die Leitung ganz sicher intakt. Ich ziehe die Leitung wieder in die Leerrohre bis unter den Dachgiebel ein. Ich gebe mit dem Lichtschalter Spannung auf die Leitung: direkt nach dem Schalter leuchtet der Phasenprüfer noch aber am Leitungsende unter dem Dachgiebel nicht mehr.
Das gefällt mir garnicht. Es liegt sicher daran, dass ich seit 6 Tage während der "Messung" außen immer auf einer Holzleiter stehe.

Symbol Traue keinem Phasenprüfer Symbol
Lügenstift ist die bessere Bezeichnung für dieses Präzisionswerkzeug.

Mit meinem Multimeter, welches ich heute noch öfter brauchen werde, teste ich einzeln Bauteile der Außenleuchte: die Leuchtstoffröhre hat einen Heizfadenbruch und wird in der passenden Größe hier im Land nicht mehr angeboten. Bei Gelegenheit müssen wir mal nach einer neuen hübschen Außenleuchte schauen.
Die Fernbedienung der Klimaanlage taucht auf: vor Jahren ist da mal Limonade reingelaufen und seit dem funktioniert sie nicht mehr. Nachdem ein dutzend von Säure weggefressene Leiterbahnen restauriert sind, können wir nun ohne Nachbars Hilfe wenigstens das Wohnzimmer runterkühlen.
"Was macht denn der Mann da mit dem Müllsack auf der Straße?"
"Das ist mein Onkel Stefan, ich frage ihn mal, was er da tut," antwortet Matias.
Tja, dem Onkel aus Deutschland geht der Plastikmüll hier dermaßen auf die Nerven, dass er wenigstens 30 Straßenmeter von selbigem freiräumt. Ich habe die Hoffnung, dass es den ein oder anderen zum Nachdenken anregt.
Abends feiern wir im kleinen Rahmen Zunis Geburtstag.
ein Kolibri sitzt auf einem Ast neben einer bunten Blüte
Kolibri bei der Pause zwischen der anstrengenden Futtersuche
Freitag, 21.12. Nachdem für heute Abend ein Anzug mit Krawatte beschafft ist, setze ich mich ein paar Stunden in den Garten und schreibe an diesem Text.
Ganz ungewöhnlich ist dass ich bislang nur vier 5 Kolibris gesehen habe. Dazu kommen noch 2 Schmetterlinge und 2 Hummeln in insgesammt 12 Tagen.
Hier stimmt irgendwas nicht. Aber ich bin nicht der einzige der sich darüber wundert. Auch den Verwandten ist das schon aufgefallen.
Eine große Firma, die mit Mons beginnt und mit anto aufhört ist hier im Land seit Jahren recht "aktiv". Und oftmals in der Umgebung dieser Aktivitäten hört man von gesteigerten Raten an Fehlgeburten, Missbildungen und Krebs sowie von Artensterben, Vertreibung der ansässigen Bewohner, Enteignungen und Morden. Ein Zusammenhang wurde bislang nicht bewiesen.
Auch wurde in den vergangenen Jahren Insektenvernichtungsmittel großflächig aus der Luft verspritzt, auch mit internationaler Unterstützung, um der Verbreitung des Dengue-Fiebers etwas entgegenzusetzen.
Vereinzelt kann man hier aber auch "Ökoturismus" oder "Wir müssen die Umwelt schützen" lesen. Ein entsprechendes Bewußtsein ist bei einigen Leuten vorhanden. Für denjenigen aber, der nicht weiß, wie er morgen das Essen für die Familie bezahlt, und davon gibt es hier mehr als man denkt, sind solche Gedanken reichlich fremd.
Um 20 Uhr wird Cecilia das Abschlusszeugnis nach der 10ten Klasse überreicht. Dort spiele auch ich eine kleine Rolle und werde dann doch nicht um Anzug und Krawatte herumkommen.
Ihr dürft gespannt sein.

viele Tanzpaare in einem großen Ballsaal
37 Absolventen mit Tanzbegleitung
Samstag, 22.12. Gestern wurde es wieder spät.
#keine klimaanlage
#rotwein
#schwitzen
#walzer
#viel fleisch
#kartoffelsalat
#paraguayische polka
#2 uhr nachts
#nieselregen
#leichte abkühlung

ein Paar tanz flotten Walzer
Cecilia und Stefan wirbeln übers Parkett
Noch 2 Tage bis Weihnachten.
Der Rechner bleibt jetzt erstmal aus und nach den Feiertagen gibt´s Neues aus 10557 Km Entfernung.

Logo der Nachbarschaftshilfe gegen Einbrecher


Mercedes und Stefan laufen auf der belebten Einkaufsstraße
im hektischen Treiben auf der Straße
Sonntag, 23.12. Die Hängematte ist immer noch nicht installiert und so verbringe ich den Ganzen Tag lesend auf der Hollywoodschaukel.
Diesmal gibt´s "Zwei Jahre Ferien" von Jules Verne. Im Bücherregal, welches ich gerne mal durchstöbere, steht sein Gesamtwerk in spanisch.
Montag, 24.12. Wir müssen noch irgendwie einen kleinen Film zu Weihnachten fertigbringen.
Obwohl das nicht ganz überraschend kommt sondern etwa seit 364 Tagen geplant ist, habe ich es unterlassen irgendwelche Vorbereitungen zu treffen.
Dann werden wir eben gleich während des Weges zum Markt einen Aufsager auf der Straße machen.
Es ist kein gutes Gefühl, die Gopro am langen Arm vor mich zu halten, schneller als gedacht könnte es zu einer "unlizensierten Eigentumsübertragung" kommen.
Das Hochladen des ungeschittenen Clips dauert über eine halbe Stunde.
Der Weihnachtsfilm ist dieses mal nur 16 Sekunden lang und ohne Tricks.
Da heute Heilgabend ist, erwarten wir viele Gäste zum Abendessen.
Üblich ist, dass um 22 Uhr gemeinsam gegessen wird und um 24 Uhr auf der Straße jeder ein paar Silvesterraketen oder Kracher abfeuert.
Der deutsche Beitrag zum Abendessen ist dieses mal Nudelsalat.
Die Kinder bekommen ihre Weihnachtsgeschenke übrigens nicht heute sondern erst am 6. Januar, dem Dreikönigstag.
Einige Familien sind allerdings mehr durch Nordamerika geprägt (vielleicht auch durch die Filme die Weihnachten im Fernsehen laufen) und feiern heute schon Bescherung.
Matias bekommt seine kleine Drohne um 19 Uhr übergeben und freut sich riesig. 10 Minuten später sitz sie bereits im höchsten Ast des Baumes fest.
Die Lektion muss er selber lernen.

ein Mann in traditionell paraguaischem Hemd gekleidet steht an einem brennenden Grill
José steht seit 2 Stunden am Feuer
Dienstag, 25.12. Heute ist der einzige Feiertag im Land. Die Straßen sind so leer, wie ich das noch nie vorher erlebt habe. Oftmals sind überhaupt keine Autos oder Busse zu sehen.
"Kommst du mit zu Julia, es gibt Kaiman?"
Klar bin ich dabei, denn dieses Reptil, richtig zubereitet, hat ein vorzüglich schmeckendes Fleisch. Es sind schon wieder viele Jahre vergangen, dass ich das das letzte mal gegessen habe.
Julias Sohn José weiß nicht nur, wie die richtige Zubereitung zu erfolgen hat, sonder auch, wo und wie die Tiere zu erlegen sind. In Paraguay ist Waffenbesitz frei.
Aber was ist das?
Da brutzelt ein halbes Lamm über dem offenen Feuer.
"Wo ist mein Kaiman?"
Ich hatte mich doch seit Tagen schon darauf gefreut. Sollte das wieder eines dieser Missverständnisse sein, denen ich in der Vergangenheit öfters aufgesessen bin?
"Dein Krokodil ist in der Küche und wird in der Pfanne zubereitet."
Es haben sich zusätzlich Verwandte von Julia aus Cuidad del Este eingefunden und wir nehmen uns viel Zeit zum Essen.
Vor dem nach Hause Fahren noch ein Stündchen in den Pool, so lässt es sich aushalten.
Abends gibt es schon wieder warm zu Essen, ich klinke mich mit 2 Tomaten da aus.
Stefan sitzt mit einem Buch in der Hand auf einer Hollywoodschaukel
Entspannung auf der Schaukel
Mittwoch, 26.12. "Kannst du eine Klimaanlage elektrisch anschließen?"
Ich liebe solche Fragen, die sich nicht beantworten lassen ohne dass vorher klar ist: Wo, wann, welche? Erwarten kann man, dass der Fragesteller diese Angaben bitte direkt unaufgefordert mitliefert.
"Eine Splitanlage, hier im elterlichen Schlafzimmer, während der Tage die wir noch hier sind."
"Schön, vorher muss dort aber zugemauert, verputzt und gestrichen werden und eine Klimaanlege ist schließlich auch noch nicht beschafft!"
"Das ist kein Problem, das ist in einem Tag erledigt."
Nun ja, nach meinen Erfahrung mit "in einem Tag" bleibe ich erstmal leicht skeptisch bis entspannt.
Im Vorgarten brummen nun Kolibris und flattern Schmetterlinge in größerer Zahl.
Donnerstag, 27.12. über die Feiertage hat Paraguay 54 Verkehrstote zu beklagen. Unfallursachen sind überhöhte Geschwindikeit und Alkohol am Steuer.
Wir sind hier beim Schwiegervater und meinen Cousinen und Cousins zwar zu Gast doch ist es selbstverständlich, dass wir hin und wieder Küchendienst verrichten.
Dazu habe ich mir 3 mögliche Gerichte für das heutige Mittagessen überlegt.
Je nach dem welche Zutaten sich beschaffen lassen, müssen wir da flexibel sein.
Vor etwa 10 Tagen hatte ich auf dem Markt an verschiedenen Ständen Porreestangen gesehen, daher ist die erste Option für´s Mittagessen heute fleischlos: gedünstetes Lauch mit einer hellen Soße, Karoffelpüree und Spiegelei.
Nach 20-minütiger Suche geben wir den Versuch auf heute Lauch auf dem Markt zu finden.
Jetzt gilt es für Optionsessen 2 die Zutaten aufzutreiben: Gyros mit Tzaziki, Kartoffeln und Krautsalat.
Dazu begeben wir uns in den Verkaufraum der Cooparative "Chortitzer", wo deren Erzeugnisse aus dem Chaco angeboten werden. Joghurt finde ich schnell, sogar halbfett oder laktosefrei steht hier im Kühlregal. Quark heißt auf spanisch "Requesón", was ich auch im mit "Käse" beschrifteten Nachbarregal finde. Was in den Kunststofftüten da ausliegt scheint aber eher Schmelzkäse zu sein.
Mercedes fragt nach, ob ein deutschsprechender Angestellter anwesend ist, der uns helfen kann.
Die Chancen dafür stehen gar nicht so schlecht.
Im Chaco leben viele Deutschstämmige und verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Produktion von Fleisch, Milcherzeugnissen und Gemüse innerhalb von Cooperativen.
Einer der Metzger ruft etwas nach hinten.
Kurz darauf erscheint ein junger Mann, der gar nicht die gegerbte Haut und die üblichen Gesichtszüge eines Paraguayers aufweist.
"Sie brauchen Hilfe?" fragt in einem deutschem Dialekt ein großer, schlanker, kaum 30 Jahre alter Mann.
"Guten Tag, ja wir suchen Quark und Buttermilch, den Joghurt habe wir schon gefunden."
Die Worte Quark und Buttermilch hat er scheinbar noch nie gehört oder doch wenigstens noch nicht oft in seinem Leben.
Er weiß nicht welche Produkte ich damit meine.
Ich versuche ihm das zu erklären, was mir jedoch nicht leicht gelingt, da die einzelnen Stufen der Milchverarbeitung mir nicht geläufig sind.
"Was in Paraguay ´Requesón´ genannt wird ist eine Käsemasse, die bei der Pizzaproduktion verwendet wird," erläutert er.
Aber Quark wie wir ihn kennen gäbe es im Handel nicht, betont er, ebensowenig wie Buttermilch.
Dann wird unser Tzaziki eben ohne Quark gemacht!
Vor 20 Jahren gab es hier auch noch keine Gewürzgurken zu kaufen. Ich habe die Hoffnung, dass ich es noch erleben könnte paraguayische Buttermilch zu trinken.
Nun begeben wir uns in einen Supermarkt, um die für das Fleisch nötigen Gewürze zu kaufen.
Hier fallen mir direkt die kleinen Porreestauden rechts oben im Gemüseregal auf.
Ich kaufe sie alle.
tropische Pflanzen in einem Garten
der Garten des Hauses ist voller tropischer Pflanzen
Vor dem Verlassen des klimatisierten Supermarktes atme ich noch einmal tief ein: draußen herrschen 34 Grad. 5 Minuten später in der Küche widmen sich dann Mercedes und ich der Zubereitung des Mittagessens. Hier dürften es über 40 Grad sein, kein Lüftchen regt sich.
Das Mittagessen schmeckt allen, Porree hatte niemand hier jemals vorher gegessen.
Es bleibt nichts übrig.
Das Gyros gibt es ein anderes mal.
Am Nachmittag fahren wir nach Asunción um ein paar Jeans zu kaufen und auf dem Rückweg nehme ich ein großes Eis in Claudias Eisdiele zur mir.
Das Eis ist richtig groß und so kann mein Abendessen heute entfallen.
Der Schweiß läuft von Kopf bis Fuß herunter und hat meine ganze Kleidung durchnässt. Allerdings beklage ich mich nicht, die klimatischen Bedingungen, die hier im Dezember herrschen können, sind mir lange bekannt. Meine Mitbewohner versäumen allerdings nicht bei jeder sich bietenden Gelenheit Bemerkungen über die große Hitze loszuwerden.
Bildschirmfoto mit 3 Tage Wettervorhersage: es wird sehr heiß
das vorhergesagte Wetter zum Jahreswechsel
Freitag, 28.12. Immerhin wurde auch nach 2 Tagen noch nicht begonnen, den alten Mauerdurchbruch für die neue Klimaanlage zu verschließen.
Ein Landregen sorgt ab 13 Uhr für deutliche Abkühlung. Laut Wettervorhersage kann diese jedoch nicht lange anhalten.
Apropos Temperatur. Diese wird vermutlich an einem schattigen, gut belüfteten Platz am Flughafen gemessen.
So ist dies jedenfalls für Köln der Fall.
Um die Temperatur in urbaner Bebauung zu erhalten kann man da nochmal gut 3 Grad draufrechnen. Innerhalb unserer Unterkunft dann nochmal 3 bis 4 Grad dazu. Schade, dass man aus Hitze allein keinen Strom erzeugen kann.
Ich trinke jetzt ein Bierchen und später nutzen wir die Abkühlung um in der Küche zu zaubern: am Abend gibt es einen Rosinenstollen und einen Pflaumenkuchen.
rotierender Deckenventilator
ohne Deckenventilator ist kein Schlaf möglich
Samstag, 29.12 Den ganzen Morgen verbringe ich in der Küche. Eine Stunde vergeht, während der ich des Fleich vom Fett befreie. Der Joghurt entpuppt sich als ungeeignet für das Tzaziki, da er stark gezuckert ist. Ein Topf Schmand, der von der Cooperative sogar mit "Schmand" beschriftet verkauft wird, erlaubt es schließlich die gewünschte Soße zuzubereiten.
Die Familie hier ist, was unbekannte Gerichte angeht, nennen wir es mal "konservativ zurückhaltend".
So habe ich das ganze Blech Pflaummenkuchen von gestern für mich.
Vom Gyros allerdings bleibt keine Portion übrig.
Matias bringt mir seinen am Strassenrand gefundenen BT-Lautsprecher. Mit Messgerät und provisorischen weiteren Hilfsmitteln lässt sich das Ding wieder zum Spielen überreden.
Mit noch ein wenig Lesen endet der Tag.
Denke ich.
Bumm Fallera, Bumm Fallera.
Auf dem Nachbargrundstück steht eine Halle, die für Veranstaltungen vermietet wird. Eine Nutzung des "Golden Horse" für laute Feste ist dem Besitzer zwar hier im Wohngebiet untersagt, doch das kümmert ihn recht wenig. Die heutige Feier beginnt um 22 Uhr und gegen 1 Uhr nachts wird die Hallentüre im ersten Stock, welche in Richtung unseres Schlafzimmers liegt, zur Belüftung geöffnet. Mir wurde nicht gestattet mit dem Gartenschlauch da einen kräftigen Schwall Nass hineinzubefördern und das Telefon ist seit 2 Tagen tot, die Polizei können wir nicht anrufen.
Um 3 Uhr kehrt endlich Ruhe ein.
Vielleicht kann man ihn bei nächster Gelegenheit mal mit der Brandschutzordnung konfrontieren, der Saal hat keinen Notausgang.
Falls es hier eine solche Verordnung geben sollte.
Bäume stehen am Ufer eines kleinen Flusses
nach dem Regen schwillt der Bach an
Sonntag, 30.12. Wir begeben uns auf das Grundstück eines Freundes in Piribebuy. Das befindet sich rund 60 Km südöstlich und liegt direkt an einem kleinen Fluß.
Das Fernsehen hatte heute 31 Grad als Dauereinblendung der Lufttemperatur. Auf dem Weg bemerke ich verschiedener dieser Hinweistafeln, die abwechselnd Uhrzeit und Temperatur anzeigen.
Diese zeigen einheitlich 41 Grad!
Vielleicht sollten die Fernsehmacher ihr Thermometer mal ordentlich aufstellen!
Während wir im dem Bächleich sitzen beginnt es stark zu regnen. Nun kann man zusehen, wie der Wasserspiegel sich in der kommenden Stunde verdoppelt. Bevor wir ganz weggetrieben werden ist es Zeit aufzubrechen, auch um den Rückweg nicht komplett im Dunkeln auf den Straßen unterwegs sein zu müssen.
Vor vielen Jahren hatte ich mich in Ciudad del Este mal eine Stunde am Abend an den Strassenrand gestellt und die Fahrzeuge und ihre Beleuchtung beobachtet. Bei 2 % funktionierten alle Leuchten fehlerfrei, weitere 4 % fahren völlig ohne Licht, der Rest kommt mit irgendwie beleuchteten Vehikeln um die Ecke. Da ist wirklich alles möglich. Gerne lässt der Fahrzeugbesitzer da auch mal seiner Phantasie freien Lauf, was die Farbgebung betrifft: grüne Blinker, gerne auch auf Dauerlicht, weiße Rückleuchten, blaues Standlicht.
Vorbildlich ist auch die Motorradstreife, die ohne Helm und gänzlich unbeleuchtet unterwegs ist.
Heute ist die Fahrzeugflotte deutlich moderner unterwegs. Nur vereinzelt sind noch solche Wracks wie damals unterwegs. Dennoch ist die Teilnahme am Strassenverkehr nicht ohne, da kaum einer die Regeln beachtet, falls er sie überhaupt kennt. Ohne jede Prüfung kann man, wenn genügend Geld bereitsteht, den Führerschein kaufen.
Das "Golden Horse" ist heute nicht gebucht.
Silvesterraketen explodieren in der Luft
kurz nach Mitternacht vor dem Haus
Montag, 31.12. Der letzte Tag des Jahres gleicht vom Ablauf her genau dem 24. Dezember.
Tagsüber wird das Haus sauber gemacht und viele fleißige Hände bereiten das Essen zu.
Um 20 Uhr ist in Deutschland schon Mitternacht, wir senden einige Grüße noch aus dem alten ins neue Jahr herüber.
00:00 Uhr:
#die besten Wünsche für das neue Jahr
#gemeinsam anstoßen
#12 Trauben essen
#Feuerwerk
#bis tief in die Nacht Geschichten erzählen
#Katzengeschrei die ganze Nacht
Uferpromenade des Rio Paraguay in Asunción
Promenade hinter dem Präsidentenpalast
(Maus auf das Bild zeigt das Flussufer im Jahr 2009)
Dienstag, 1.1. Eigentlich könnten wir einen Koffer hier lassen, da unsere persönlichen Dinge ja bei der Hinreise weniger als die Hälfte des Gepäcks ausmachten. Dennoch muss ich 2 Paar Schuhe hier lassen, damit sich die Koffer schließen lassen.
Auf dem Rückflug nehmen Matetee und Zuckerrohrschnaps einen nicht unerheblichen Teil des Platzes ein.
Nachdem das Gepäck fertig zur Abreise steht unternehmen wir einen Ausflug in die Hauptstadt Asunción.
Das Flussufer hinter dem Präsidentenpalast war bei meinem Letzten Besuch "naturbelassen".
Zwischen wild wachsendem Schilf waren rostige Seelenverkäufer vertäut, hier und da reichte ein Weg bis ans Wasser um dort zu angeln oder sein Boot zu Wasser zu lassen.
Im Dunkeln hätte ich hier nicht unbedingt entlanglaufen wollen.
Heute kann man hier kleine Rundfahrten im Boot unternehmen, Fahrräder mieten, Drachen steigen lassen oder am Strand spazieren gehen.
Lange nach Sonnenuntergang sind wir wieder zu Hause.
eine Gruppe Menschen sitzen im Halbdunkel auf einer Terasse
die Familie sitzt vor dem Haus
Mittwoch, 2.1. Wir verabschieden uns kurz und heftig um 10:30 Uhr von der Familie nicht ohne das Versprechen zu leisten, im April zum 90sten Geburtstag des Schwiegervaters wieder hier zu sein.
23,5 Stunden später stehe ich vor meiner deutschen Haustüre.
In der 747 konnte ich dieses mal beide Beine gleichzeitig, nebeneinander ausstrecken und meine Rückenlehne sogar etwas nach hinten verstellen. Eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Hinflug und eigentlich eine Selbstverständlichkeit!
Jetzt passen mir auch meine Schuhe wieder.
Die letzten fehlenden Preise in der Tabelle nachgetragen und damit ist das Ende dieser Reise erreicht.