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Auf diesen Seiten möchte ich den Leser an meiner Freude für dieses Motorrad teilhaben lassen.


Für alle Eltern scheint es ein ungutes Gefühl zu sein, wenn der Sprössling irgendwann den Wunsch hat mit einem motorisierten Zweirad sein Leben mobiler zu gestalten. So war das auch bei mir und meine Eltern glaubten sogar mich vom Motorradfahren abhalten zu können indem sie mir finanzielle Hilfe für den Autoführerschein in Aussicht stellten, wenn ich auf den Motorradführerschein verzichtete.
Weil ich aber während meiner Schulzeit regelmässig einen gutbezahlten Ferienjob hatte, war für mich 1984 die Finanzierung der Fahrerlaubnis Klasse 1 und 3 sowie 1 Jahr später der Kauf eines Motorrades durch Eigenmittel kein Problem.
Es muss so um 1977 gewesen sein als ich beim Stöbern in einem Motorradkatalog das erste mal auf eine Geländemaschine mit einem großvolumigen Einzylinderviertaktmotor aufmerksam wurde. Bis ich dieses Motorrad erstmals in echt bestaunen durfte vergingen noch weitere Jahre. 1981 fuhr ein Lehrer an meiner Schule mit einer XT500 vor.
Optik und Klang dieser Maschine hatten mich sofort gefesselt und so war es klar, dass ich später genau solch eine Maschine fahren muss.
Es hat dann noch weitere Jahre gedauert bis ich nach zwei Jahren Fahrpraxis auf einer DT250MX 1987 endlich meine erste fabrikneue XT500 (Nr. 1) kaufte.
Leider wurde unsere Beziehnung noch am Tag der Erstzulassung nach wenigen Minuten durch einen schweren Unfall beendet. Ich habe die beschädigte Maschine aus dem Krankenhaus heraus verkauft und sie nie wieder gesehen.
Meine Eltern waren fast des Wahnsinns nahe, wurden doch ihre Vorstellungen bezüglich Gefährlichkeit des Motorradfahrens jetzt voll bestätigt. Kurz nach dem Unfall wurde schon XT500 Nr. 2 gekauft, die mich bis heute begleitet.
Über 18 Jahre nach diesem Unfall gab es im Dezember 2005 ein Wiedersehen mit XT500 Nr. 1.
Auch im Freundeskreis fand die XT später Interessenten: teilweise waren wir mit bis zu 8 Maschinen (natürlich nur XT500) unterwegs. Mittlerweile haben sich jedoch beinahe alle wieder zugunsten leistungsstärkerer, moderner Motorräder von ihr getrennt.
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, mich jemals von meinem Schatz zu verabschieden, ganz im Gegenteil: 5 Stück XT500 befanden sich schon in meinem Besitz.

Animation eines Motorradmotors
Animation Motor XT500
Mittlerweile dauert die Beziehung mit Nr. 2 über Kilometerzähler Kilometer und weil ich oft gefragt werde, ob das immer noch der erste Kolben im Motor ist, hier ein kleiner historischer Abriss:
Der erste Kolben war nach nur 44.000 km austauschreif, weil der Kolbenboden durch Fahren mit Superbenzin von 95 ROZ und dem damit verbundenen Klingeln stark angegriffen war und drohte in sich zusammenzufallen.
Die Fachleute des Verkäufers schwörten Stein und Bein, dass der XT diese Spritsorte genügt.
Die Erfahrung lehrte mich aber, dass die originale XT500 Superbenzin mit 98 ROZ und kein Klingelwasser benötigt.

Kolben mit Riss
Riss im Kolben
Der zweite Kolben hielt auch nur 44.000 km als auf der Autobahn bei moderatem Tempo ein plötzlicher Leistungsverlust verbunden mit Rauchentwicklung aus dem Auspuff eintrat. Das Motorrad wurde noch 3 Tage lang gefahren, bevor Zeit war den Motor zu zerlegen und sich mir das linke Bild darbot.
Dass der Motor mit halb eingerissenem Kolben noch funktionierte, spricht für die Robustheit der Konstruktion.
Daraufhin baute ich den komplett überholten Motor einer anderen XT ein, der nach nur 15.000 km bereits eine Überholen nötig hatte: das Auslassventil war durch Aufschlagen auf starke Ölkohleablagerungen in der Auslassventiltasche verbogen und der Ventilsitz verbrannt.
Seit Kilometerstand 103.000 ist wieder der Originalmotor mit dem nunmehr dritten Kolben in der Maschine, der im Herbst 2003 auch die magische 44.000 km Marke erreicht hat.
Kolbenkippen im kalten Zustand ist jedoch noch kein Grund, an das nächste Übermass zu denken. Die Kompression ist tadellos und der Ölverbrauch liegt unter 0,05L/1000Km.

Meine Erfahrungen während dieser langen Zeit mit der Rennleitung waren übrigens stets sachlich und von angenehmer Atmosfäre geprägt.

Höhenweg in den Bergen
unterwegs auf der Ligurischen Grenzkammstrasse
(Mausklick öffnet großes Bild, 239 KB)


Die Alpen sind ein traumhaftes Ziel für Motorradfahrten:
Man kann sowohl auf Asfalt als auch auf Schotter das Gebirge "erfahren".
Nach 15 langen Jahren der Abstinenz war ich im August 2005 wieder im französich/italienischen Grenzgebiet unterwegs.
Hier ist mein Bericht.

Motorrad in den Alpen in räumlicher Animation
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2 Motorräder parken nebeneinander
2 Schönheiten
Motorrad und Concorde-Flugzeug
die Schnelle und die Gemütliche
2 Motorräder im Gebirge
unterwegs in den Alpen